Wir arbeiten ehrenamtlich als Ortschronisten für Gemeinden in unserer Umgebung und bearbeiten Themen der Geschichte zur Erstellung einer Chronik.

Während der Tätigkeit kommen wir mit vielen interessanten Menschen zusammen und diese haben viel zu berichten.
Im Blog "Ortschronisten" möchten wir auch mit Zeitzeugen ins Gespräch kommen, die nicht so einfach zu erreichen sind.
Die Chronik ist für den privaten Gebrauch bestimmt und kann mit Quellenangabe kopiert werden.


Chronik der Gemeinde Bad Saarow am Scharmützelsee

  • „1881 war auf der Südseite das Rittergut Saarow und auf der Ostseite der Grundbesitz Pieskow mit ein paar Einwohnern“, so beschrieb der Dichter und Journalist Theodor Fontane bei einer Reise durch das Land Beeskow - Storkow, er nannte den damals kaum genutzten See „Das Märkische Meer“
  • 1905/06 kaufte der Direktor der Landbank AG Herrmann Paschke beide Güter, um eine moderne Landhaussiedlung für unzählige Geschäftsleute, Schriftsteller und andere Künstler zu schaffen.
Viel hat sich in den Jahrhunderten entwickelt und wir möchten Ihre Informationen als Zeitzeuge nutzen, damit nichts vergessen wird.
Bitte senden Sie dazu den Punkt “Kommentare”, danke.

Sie können sich über diese Verlinkungen die Teile der Chronik im Entwurf ansehen:

Bitte beachten Sie, dass wir ständig an den Artikeln arbeiten!
Deckblatt, Literatur und Inhalt (Stand 26.12.2016)
Kennzeichen der Gemeinde
Erstbesiedlung, Ersterwähnung und Ortsgründung (Stand 26.12.2016)
Verkehrstechnische Erschließung (Stand 26.12.2016) 
Wirtschaftliche Erschließung (Stand 26.12.2016)
Die Landhauskolonie 1905 bis 1922 (Stand 26.12.2016)
Die Gemeinde 1923 bis 1937 (Stand 26.12.2016)
Die Gemeinde 1938 bis 1944 (Stand 26.12.2016)
Kriegsende und Neuanfang 1945 bis 1961 (Stand 26.12.2016)
Abgrenzung und Weiterentwicklung 1962 bis 1989 (Stand 26.12.2016)
Die Umstrukturierung 1990 bis 2010 (Stand 26.12.2016)
Der weitere Weg trotz Wirtschaftskrise 2011 bis jetzt (Stand 26.12.2016)
Chronik Bad Saarow Stand 26.12.2016 Gesamt (27 MB)

Autoren: Die Ortschronisten Gemeinde Bad Saarow 


Unser Leser M. Kramberg schrieb uns dazu:
Hallo, als Verfasser heimatkundlicher Artikel habe ich nichts gegen deren Verbreitung. Allerdings sollte es zum Standard der Arbeit eines Ortschronisten gehören, nicht einfach abzuschreiben, sondern Zitate auch als solche kenntlich zu machen oder zumindest die Quelle zu benennen.
MfG M.Kramberg

Antwort der Ortschronisten:
Sehr geehrter Herr Kramberg,
eine Chronik ist eine geschichtliche Prosadarstellung, die die Ereignisse in zeitlicher Reihenfolge geordnet darstellt.
Sie werden mit Ihren heimatkundlichen Artikeln vermutlich wissenschaftliche Texte erstellen und für diese gibt es „Richtlinien zur Gestaltung“.
Unsere Chronik ist für den privaten Gebrauch bestimmt und auf die Lesbarkeit des Textes ausgerichtet. Fußnoten würden die Lesbarkeit negativ gestalten und den Text auseinander reißen. Die von mir verwendeten Texte sind somit keine „Zitate“, sondern  eine sinngemäße Wiedergabe. Die Darstellung von Gebrauchsprosa sollte in der ungezwungenen Alltagsrede sein.
Alle genutzten Quellen wurden im Literaturverzeichnis mit Verfasserangabe aufgelistet. (Siehe bitte Seite oben „Deckblatt, Literatur und Inhalt“)

Die Autoren der von mir übernommenen Texte wurden von mir kontaktiert.
Artikel zum Beispiel aus der MOZ (Märkische Oderzeitung) wurden von mir entsprechend einem Gespräch über Eigentumsrechte mit der MOZ vor der Veröffentlichung direkt gekennzeichnet. Ebenso Zuarbeiten von Zeitzeugen, wenn es so gewünscht war.
 
Unsere Chronik baut fremden Texten ein und geht über das reine Abschreiben hinaus, denn es umfasst viele Zeitzeugengespräche. Selbst diese Textstellen wurden mit den Zeitzeugen abgestimmt. Ich vertrete die Auffassung, dass wir nur das in der Chronik erwähnen sollten, was auch gewünscht ist.
Vielleicht könnten die Ortschronisten auch auf Ihre heimatkundlichen Artikel zugreifen, denn wir sind für Neues offen und für Korrekturen bereit.
 

 

Die Moorhexe von Saarow

Catharine Kohlhoff (1894-1982), Malerin, war bis 1928 mit dem Maler der Berliner Sezession, Wilhelm Kohlhoff, verheiratet. Sie lebte mit ihren Tieren auf dem Dudel ihren eigenen Stil. Als „Moorhexe“ war sie bei den Einwohnern und Urlaubern durch ihre „Kunst“ des Wahrsagens bekannt. Sie half auch mit Ratschlägen bei Krankheiten.

Catharine Kohlhoff (geborene Fischeder) wurde am 12. Januar 1894 in Berlin, Prenzlauer Berg geboren und stammte aus einer wohlhabenden  Kaufmannsfamilie.
Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges zogen ihre Eltern in die Moorstraße 6 in Bad Saarow. Das Haus war nach Entwürfen des Architekten Harry Rosenthal im Stile einer tschechischen Kate gebaut. Bereits in den zwanziger Jahren dienste es der Familie als Sommerfrische.
Catharine machte das Abitur und war 1915 bis 1917 Schülerin der Doeplerklasse im Berliner Kunstgewerbemuseum. Ihre künstlerischen Fähigkeiten vervollkommnete sie unter anderem an der Charlottenburger Kunstgewerbeschule, wo sie Aktmalerei und Flächendekoration studierte. Auch in Heidelberg hat Catharine studiert - Staatsphilosophie, Alt-Englisch, Französisch und Italienisch.
1918 heiratete sie den Maler Wilhelm Kohlhoff. Zwei Söhnen hat Catharine das Leben geschenkt. Beide Kinder starben sehr früh.

In den letzten 30 Jahren ihres Lebens hat sich Catharine Kohlhoff mit ihrer offenen und faszinierenden Art für neugierige und problembelastete Menschen durch ihre magischen und hellseherischen Kräfte auf natürliche Weise heilend eingesetzt.
Sie starb am 16. Juni 1982 und wurde auf dem Saarower Waldfriedhof beigesetzt.
Am 13. Dezember 1996 wurde im Kurpark die "Catharinen-Quelle" nach ihr benannt.

Literatur: "Die Moorhexe" Bad Saarow-Pieskow Kur- und Fremdenverkehrsgesellschaft mbH



Unser Leserin Simone schrieb uns dazu am 22.3.2016:

Es ist bestimmt 50 Jahre her, dass ich in Bad Saarow mit meinen Eltern war.
Unvergessen bleibt mir die Moorhexe.
Wir liefen durch das Moor und ich tippelte gern abseits der Wege. Wie aus dem Nichts stand plötzlich eine weißhaarige Frau vor mir. Ihre blauen Augen schauten mich durchdringend an, ein wenig böse, aber auch nachsichtig.
Nie wieder habe ich solche blauen Augen gesehen. Sie meinte, wir müssen gut aufpassen, weil sich viele Menschen im Moor verlaufen und ich solle brav auf den gekennzeichneten Wegen gehen.
Wir sahen dann am Waldrand eine unaufgeräumte Hütte stehen mit viel Holz. Das Leuchten ihrer Haare begleitete uns wie ein Licht. Nachts habe ich natürlich von ihr geträumt.

Und als heute jemand aus Bad Saarow bei uns zu Gast war, habe ich gefragt, ob die Moorhexe noch lebt. Für mich als Kind hatte die Frau kein Alter.
Seltsame Begegnung und immer noch das Bild vor Augen.


Schulische Ausbildung in Bad Saarow

Im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts wurden keine aus Hirten oder ausgedienten Regimentsoldaten rekrutierte Lehrer mehr eingesetzt, weil Lehrer für Ganztagsschulen in Lehrerseminaren ausgebildet wurden. Ab 1930 bis 1945 herrschten in den Schulen jedoch neue Ordnungen.
mehr darüber

Kinderferienlager in Bad Saarow

Die Kinderferienlager teilten sich in mehrer Teile entsprechend dem Alter der Kinder.
Rund um den Scharmützelsee konnten Kinder der Werktätigen die Zeit ohne ihre Eltern verbringen.

mehr zum Thema